SIVV — vier Buchstaben, die auf vielen Baustellen eine große Rolle spielen, aber nicht überall bekannt sind. Dabei ist der SIVV-Schein für bestimmte Tätigkeiten im Bauwesen schlicht Pflicht. Wer ihn nicht hat, darf bestimmte Arbeiten nicht ausführen — und sein Arbeitgeber darf sie nicht anordnen.
Was bedeutet SIVV?
SIVV steht für Schutz-, Instandsetzungs-, Verbindungs- und Verstärkungsmaßnahmen an Betonbauwerken. Es handelt sich um einen spezialisierten Qualifikationsnachweis für Arbeiten an bestehendem Stahlbeton — also: Betonschutz, Betonreparatur, Rissinjektionen, Beschichtungen und Verstärkungen.
Rechtsgrundlage ist die DIN EN 1504 in Verbindung mit den Richtlinien des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb). Wer diese Arbeiten durchführt, muss nachweisen können, dass er dafür ausgebildet ist.
Wer braucht den SIVV-Schein?
Der SIVV-Schein ist Pflicht für alle, die folgende Tätigkeiten ausführen:
› Instandsetzungsarbeiten an Stahlbetonbauwerken (Brücken, Parkhäuser, Industrieböden)
› Auftragen von Betonschutz- und -instandsetzungssystemen
› Rissverpressung und Rissinjektionen
› Beschichtungsarbeiten auf Beton nach DIN EN 1504
› Verstärkungsmaßnahmen mit Carbonbeton oder Klebearmierung
Kurz: Wer Beton schützt, repariert oder verstärkt, braucht den Schein. Das gilt für Betonbauer, Maurer, Poliere und Bauleiter, die solche Maßnahmen anordnen oder beaufsichtigen.
Wie läuft der SIVV-Kurs ab?
Der SIVV-Lehrgang gliedert sich in zwei Teile:
Theorie: Normen (DIN EN 1504), Schadensbilder, Materialien, Ausschreibung, Qualitätssicherung
Praxis: Echte Betoninstandsetzung: Untergrundvorbereitung, Auftrag, Rissinjektion, Beschichtung
Am Ende des Lehrgangs findet eine Prüfung statt. Wer besteht, erhält den SIVV-Schein — wirksam für 3 Jahre, danach ist eine Auffrischungsschulung erforderlich.
Was kostet der SIVV-Schein?
Die Kursgebühren variieren je nach Anbieter. Bei GFW-Bau erhalten Sie ein vollständiges Schulungspaket mit Prüfung, Lernmaterialien und persönlicher Betreuung. Förderungen über Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder Bildungsprämie des Bundes sind in vielen Fällen möglich — Beratung auf Anfrage.
Häufige Fragen zum SIVV-Schein:
Muss der Arbeitgeber den SIVV-Schein bezahlen?
Rechtlich ist das nicht eindeutig geregelt. In der Praxis übernehmen viele Bauunternehmen die Kosten, da der Schein für die Auftragsvergabe notwendig ist. Wer ihn selbst bezahlt, kann ihn steuerlich als Werbungskosten geltend machen.
Gilt der SIVV-Schein auch für Subunternehmer?
Ja. Auch Subunternehmer müssen nachweisen können, dass ihre Mitarbeiter für SIVV-Arbeiten qualifiziert sind. Ohne Nachweis darf der Auftraggeber die Arbeiten ablehnen.
Kann man den SIVV-Schein online machen?
Der theoretische Teil kann in Hybridform angeboten werden. Der praktische Teil ist zwingend in Präsenz. GFW-Bau bietet beides in einer kombinierten Variante an.
SIVV-Lehrgang bei GFW-BAU
Vollständige Vorbereitung auf Theorie- und Praxisprüfung.
› Anerkannt nach DAfStb-Richtlinie und von dem Ausbildungsbeirat Schutz und
Instandsetzung im Betonbau beim Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein e.V
› Erfahrene Trainer aus dem Betoninstandsetzungs-Fachbetrieb
› Nächste Termine: gfw-bau.de/kurse/sivv-lehrgang
Fazit
Der SIVV-Schein ist keine Zusatzqualifikation, die man haben kann — er ist Voraussetzung für eine ganze Kategorie von Bauleistungen. Wer ihn nicht hat, schließt sich selbst von Aufträgen und Tätigkeiten aus. Der Aufwand für den Lehrgang ist überschaubar, der Nutzen dauerhaft.
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Alle Infos, Termine und Anmeldung: gfw-bau.de/branche/betontechnologie/